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Hausbau ohne Umwege

Holzständerbauweise: 3 Varianten, Wandaufbau und Kosten im Überblick

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Andrea Enders-Lagi
Aktualisiert am 18. März 2026

Die Holzständerbauweise ist die Grundlage für die meisten modernen Fertighäuser in Deutschland. Ob Holzrahmenbau, Holztafelbau oder Holzskelettbau – hier erfahren Sie, welche Variante zu Ihrem Bauvorhaben passt und mit welchen Kosten Sie rechnen können.

Andrea Enders-Lagi
Aktualisiert am 18. März 2026

Holzständerbau: Das Wichtigste in Kürze

  • Die Holzständerbauweise ist der Oberbegriff für drei moderne Holzbau-Varianten: Holzrahmenbau, Holztafelbau und Holzskelettbau.

  • Holzskelett-, Holztafel- & Holzrahmenbau-Kosten pro m² betragen durchschnittlich 2.700 Euro ohne Fundament, Grundstück und Nebenkosten

  • Dank maximaler Vorfertigung im Werk dauert die Montage beim Holztafelbau nur 1-3 Tage.

  • Die Fassadengestaltung ist frei wählbar: Putz, Klinker oder Holz – dem Haus sieht man die Bauweise von außen nicht an.

  • Ein Haus in Holzständerbauweise erreicht eine Lebensdauer von 80–100 Jahren und mehr bei fachgerechter Ausführung.

Modernes, kubisches Fertighaus in Holzrahmenbauweise von RENSCH-HAUS
Modernes, kubisches Fertighaus in Holzrahmenbauweise von RENSCH-HAUS

Woher stammt die Holzständerbauweise?

Die Holzständerbauweise gehört zu den ältesten Konstruktionsformen im Hausbau. In ihrer ursprünglichen Form tragen senkrecht errichtete massive Holzstützen die gesamte Gebäudelast – vom Fundament bis zum Dach. Dieses Prinzip findet sich heute noch bei landwirtschaftlichen Hallenbauten oder Großraumgaragen.

Für den modernen Wohnhausbau wurde die klassische Holzständerbauweise weiterentwickelt. Heute dient der Begriff als Sammelbegriff für drei verwandte, aber unterschiedliche Bauweisen: den Holzrahmenbau, den Holztafelbau und den Holzskelettbau. Diese bilden die technische Grundlage für den modernen Fertighausbau in Deutschland.

Wichtig zu wissen: Egal welche Variante – ein Haus in Holzständerbauweise ist nicht an eine Holzfassade gebunden. Es lässt sich verputzen, verklinkern oder mit Verbundplatten verkleiden.

Welche 3 Varianten der Holzständerbauweise gibt es?

Die drei modernen Varianten des Holzständerbaus unterscheiden sich vor allem im Grad der Vorfertigung und in der Art der Lastabtragung.

Samantha Burmeister - Fachexpertin von bauen.de
Holzskelettbau ≠ Holzständerbau

"Auch wenn Holzrahmenbau – im allgemeinen Sprachgebrauch oft verkürzt als Holzständerbau bezeichnet – und Holzskelettbau eng verwandt sind, handelt es sich um unterschiedliche Bauweisen. Beim Holzskelettbau bildet ein separates Tragwerk aus Stützen und Trägern die lastableitende Konstruktion (das Holzskelett); die Wände sind in der Regel nichttragend und können daher vergleichsweise flexibel angeordnet oder später versetzt werden. Beim Holzrahmenbau hingegen formen Tragwerk und beplankte, raumabschließende Wandbauteile eine Einheit; die Beplankung übernimmt zudem die Aussteifung gegen horizontale Lasten. Übrigens: Holzriegelbau ist eine meist im österreichischen Sprachgebrauch verwendete Bezeichnung für den Holzrahmenbau."

Samantha Burmeister, bauen.de Hausbau-Expertin

Holzskelettbau

Beim Holzskelettbau übernimmt ein Gerüst aus massiven horizontalen und vertikalen Holzbalken die gesamte Tragfunktion. Die Wände sind nicht tragend und können flexibel angebracht werden. Diese Bauweise erlaubt besonders offene Grundrisse und große Glasflächen. Der Holzskelettbau ist die Variante, die der traditionellen Holzständerbauweise am nächsten kommt, wird aber im Wohnhausbau vor allem im Fachwerkbau eingesetzt.

Dieser Skelettbau wird wahrscheinlich keine Wohnimmobilie. Das Prinzip ist aber das gleiche: Ein Gerüst aus Balken sorgt für Stabilität, die Wände kommen später. Foto: illustrez-vous / stock.adobe.com
Bauprojekte in Holzskelettbauweise

Holzrahmenbau

Beim Holzrahmenbau bilden senkrechte und waagerechte Vollhölzer (meist Konstruktionsvollholz, KVH) einen Rahmen. Dieser wird beidseitig mit Holzwerkstoffplatten beplankt und mit Dämmmaterial gefüllt. Die Wandelemente werden im Werk vorgefertigt und auf der Baustelle Geschoss für Geschoss montiert. Die Wände tragen die Last – es gibt keine geschossübergreifenden Ständer. Der Holzrahmenbau ist die am häufigsten eingesetzte Bauweise bei modernen Fertig- und Holzhäusern.

Der vorgefertigte Holzrahmen einer Wand wird angeliefert. Dämmmaterial und Wandabschlüsse werden auf der Baustelle montiert. Foto: Ingo Bartussek / stock.adobe.com
Baubeispiele in Holzrahmenbauweise

Holztafelbau

Der Holztafelbau ist eine Weiterentwicklung des Holzrahmenbaus mit einem noch höheren Vorfertigungsgrad. Die Holzrahmen werden bereits im Werk zu kompletten Wandtafeln ausgebaut – inklusive Dämmung, Fenster, Türen, Installationsleitungen und teilweise sogar der fertigen Fassade. Auf der Baustelle werden die Elemente per Kran versetzt und verschraubt. Das ermöglicht extrem kurze Montagezeiten von wenigen Tagen für den Rohbau.

Ein Kran lädt eine in der Fabrik gefertigte Rohbauwand ab. Auf der Baustelle wird aus den Wänden ein Haus zusammengesetzt. Foto: benik.at / stock.adobe.com
Baubeispiele in Holztafelbauweise mit schlüsselfertiger Übergabe
Fabian Tews, BDF
90 Prozent der Fertighäuser in Holztafelbauweise

„Schätzungsweise über 90 Prozent des Fertighausangebots in Deutschland basieren heute auf dem Holztafelbau.“

Fabian Tews, Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau e.V. (BDF)
Tabelle - Holzständerbau-Varianten im Vergleich: Holzrahmenbau, Holztafelbau & Holzskelettbau
MerkmalHolzrahmenbauHolztafelbauHolzskelettbau
KonstruktionsprinzipHolzrahmen aus Ständern, Schwellen und Rähm mit beplankten WandaufbautenWie Holzrahmenbau, jedoch als weitgehend vorgefertigte Wand-, Decken- oder DachelementeTragwerk aus Stützen und Trägern, Wände nichttragend
LastabtragungVertikale Lasten über die Ständer, Aussteifung über die BeplankungWie HolzrahmenbauLastabtragung über das Skelett, Aussteifung über diagonale Verstrebungen
VorfertigungsgradMittel bis hochHoch bis sehr hochEher mittel, abhängig von Planung und Ausführung
Montage auf der BaustelleKurzSehr kurzKurz bis mittel
GrundrissflexibilitätHochHoch, nach Vorfertigung aber nur eingeschränkt änderbarSehr hoch
Große GlasflächenGut möglichGut möglichBesonders gut möglich
Typischer EinsatzEinfamilienhäuser, Anbauten, AufstockungenFertighäuser, serielles und elementiertes BauenArchitektenhäuser, Büro- und Gewerbebauten, offene Grundrisse, modernes Fachwerk
PlanungsaufwandRelativ hochSehr hoch, da frühe Detailfestlegung nötigHoch, vor allem wegen Tragwerksplanung
KostenStark abhängig von Ausstattung, Standard und AnbieterDurch hohen Vorfertigungsgrad gut kalkulierbar, aber nicht pauschal günstigerOft höher bei individuellen Entwürfen und großen Spannweiten
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Wie ist der Wandaufbau bei der Holzständerbauweise?

Der Wandaufbau ist entscheidend für Energieeffizienz, Wohnkomfort und Lebensdauer des Hauses. Eine typische Außenwand im Holzrahmenbau oder Holztafelbau hat folgenden Schichtaufbau (von außen nach innen):

  1. Außenfassade: Putz, Klinker oder Holzverschalung
  2. Hinterlüftungsebene: Sorgt für Feuchteabfuhr
  3. Holzfaserdämmplatte oder Wärmedämmverbundsystem (WDVS): Zusätzlicher Wärmeschutz
  4. Holzwerkstoffplatte (z. B. OSB): Aussteifung und Winddichtheit
  5. Tragkonstruktion mit Dämmung: Holzständer (z. B. 16–20 cm KVH) mit Zwischendämmung aus Mineralwolle, Holzfaser, Zellulose oder Hanf
  6. Dampfbremse/Dampfsperre: Verhindert das Eindringen von Raumfeuchte in die Konstruktion
  7. Installationsebene: Schmale Lattung mit zusätzlicher Dämmung, Platz für Elektroleitungen
  8. Innere Beplankung: Gipsfaser- oder Gipskartonplatte als Basis für Putz oder Tapete

Die Gesamtwandstärke liegt typischerweise bei 30–40 cm. Trotz des schlanken Aufbaus erreichen moderne Wände in Holzständerbauweise hervorragende U-Werte von 0,12–0,18 W/(m²·K) – damit sind sie bestens für KfW-Effizienzhäuser geeignet.

Was kostet ein Haus in Holzständerbauweise?

Pro Quadratmeter können im mittelpreisigen Segment bei schlüsselfertiger Ausbaustufe zwischen 2.500 und 3.000 Euro gerechnet werden. Trotz Vorfertigung und kurzer Bauzeit gilt demnach: Wer sich für ein Haus in Holzrahmenbauweise oder anderen Holzbauweisen entscheidet, zahlt dafür also am Ende nicht weniger als für ein Massivhaus aus Stein.

Außerdem: „Die Erfahrung zeigt, dass bei Fertighäusern oft mehr Geld in eine individuelle beziehungsweise zukunftsfähige Ausstattung gesteckt wird“, berichtet Fabian Tews. Dazu gehören dann vielleicht ein Wintergarten, Gauben oder eben doch noch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Dem fertigen Haus sieht man die Bauweise nicht unbedingt mehr an. Haus in Holzrahmenbauweise von Bien-Zenker
Dem fertigen Haus sieht man die Bauweise nicht unbedingt mehr an. Haus in Holzrahmenbauweise von Bien-Zenker
Tabelle - Holzrahmenbau: Kostenübersicht nach Ausbaustufe ab OK Bodenplatte
AusbaustufeKosten pro m² Wohnfläche (ca.)140 m²-Haus (ca.)
Ausbauhaus1.800–2.200 €252.000–308.000 €
Schlüsselfertig (Standard)2.500–3.000 €350.000–420.000 €
Schlüsselfertig (gehoben)3.000–4.000 €420.000–560.000 €
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Wo lässt sich beim Holzständerbau sparen?

Der schlanke Wandaufbau der Holzständerbauweise bringt einen oft übersehenen Vorteil: Bei gleicher Grundfläche gewinnen Sie rund 8–10 % mehr Wohnfläche als bei einem Massivhaus. Das senkt die effektiven Quadratmeterkosten spürbar. Denn eine typische Massivwand (Mauerwerk + Außendämmung) kommt auf ca. 40–50 cm Gesamtstärke, eine Holzrahmenwand auf ca. 30–35 cm. Bei einem Einfamilienhaus mit z. B. 10 × 12 m Außenmaß ergibt die Differenz von ca. 10–15 cm pro Wandseite also einen spürbaren Flächengewinn im Innenraum.

Zusätzlich bietet die Holzständerbauweise gute Möglichkeiten für Eigenleistungen – etwa bei der Innendämmung, der Fassadenbeplankung oder beim Innenausbau. Je nach Umfang sind Ersparnisse von 5–10 % der Baukosten bei Selbstausbau realistisch.

Nicht zuletzt spart langfristig die hohe Energieeffizienz von Holzständerbauten Geld bei der Heizkostenrechnung im Vergleich mit wesentlich aufwändiger zu dämmenden Massivbauten.

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Welche Vor- und Nachteile hat die Holzständerbauweise?

Wer sein Eigenheim als Holzskelettbau, in Holztafel- oder Holzrahmenbauweise errichten möchte, braucht hinsichtlich der Außen- und Innengestaltung im Vergleich zu einem Massivhaus aus Stein auf nichts zu verzichten. Der Baustoff Holz bringt allerdings einige Besonderheiten mit sich, die Bauleute kennen sollten.

Vorteile Holzständerbau

  • Kurze Bauzeit: Dank Vorfertigung im Werk ist der Rohbau in wenigen Tagen bis Wochen aufgestellt – keine Trocknungszeiten wie beim Massivbau.
  • Hohe Energieeffizienz: Der mehrschichtige Wandaufbau erreicht hervorragende Dämmwerte, passend für KfW-Effizienzhausstandards.
  • Mehr Wohnfläche: Der schlanke Wandaufbau (30–35 cm) liefert bei gleicher Grundfläche rund 8–10 % mehr nutzbare Wohnfläche als Massivwände.
  • Nachhaltigkeit: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, bindet CO₂ und hat eine deutlich bessere Ökobilanz als mineralische Baustoffe.
  • Gesundes Raumklima: Diffusionsoffene Wandaufbauten regulieren die Luftfeuchtigkeit auf natürliche Weise, denn Holz ist hygroskopisch, das heißt, es kann Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen und bei Trockenheit wieder abgeben.
  • Freie Fassadenwahl: Putz, Klinker, Holz – die Fassade lässt sich individuell gestalten.
  • Eigenleistungspotenzial: Viele Arbeitsschritte eignen sich für die sogenannte Muskelhypothek.
Fabian Tews, BDF
Holzskelettbau & Holzrahmenbauweise sind hoch energieeffizient

„In puncto Wärmedämmung übertreffen Holzfertighäuser die Mindestanforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Viele Bauherren gehen deshalb direkt einen Schritt weiter und realisieren ein Plusenergiehaus mit KfW-Förderung.“

Fabian Tews, Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau e.V. (BDF)

Nachteile Holzständerbau

  • Schallschutz: Trittschall überträgt sich bei Holzdecken leichter als bei Massivdecken. Entkoppelte Bodenaufbauten können das Problem aber deutlich entschärfen.
  • Feuchtigkeitsschutz: Die Konstruktion erfordert präzise ausgeführte Dampfbremsen und einen guten konstruktiven Holzschutz.
  • Statische Grenzen: Bei extremen Belastungen ist der Massivbau überlegen – für normale Wohnhäuser spielt das aber keine Rolle, der Holzständerbau entspricht den gleichen Statik-Vorschriften wie der Massivbau.
  • Vorurteile beim Wiederverkauf: Einige Käufer bevorzugen Massivhäuser, obwohl moderne Holzhäuser in der Lebensdauer vergleichbar sind.
Tabelle: Holständerbau vs. Massivbau im Vergleich
KriteriumHolzständerbauweiseMassivbau
Bauzeit Rohbau1-3 Tage mit Vorfertigungca. 2 Monate
EnergieeffizienzSehr hoch möglich, oft mit schlanken hochgedämmten WandaufbautenSehr hoch möglich
Wohnfläche bei gleicher GrundflächeBis 10 % mehr Nutzfläche durch schlankere AußenwändeTendenziell etwas weniger Nutzfläche
SchallschutzHoch möglich, aber planungs- und ausführungssensiblerHoch bis sehr hoch, konstruktiv oft robuster
Nachhaltigkeit / KlimabilanzMeist vorteilhaftMeist weniger vorteilhaft
Lebensdauer80–100+ Jahre bei gutem Feuchte- und Holzschutz80–100+ Jahre
WiederverkaufswertAkzeptanz wächst, abhängig von Ausführung, Lage & ZustandAbhängig von Ausführung, Lage & Zustand, bei konservativem Markt leicht höher

Ist ein Keller beim Holzständerbau möglich?

Ja. Ein Haus in Holzständerbauweise lässt sich problemlos unterkellern. Der Keller wird dabei ganz klassisch aus Beton oder Mauerwerk errichtet und anschließend abgedichtet. Darauf wird die Holzkonstruktion aufgesetzt.

Alternativ kann das Haus auf einer Bodenplatte gegründet werden – das ist günstiger und schneller. Bedenken Sie aber: Ohne Keller entfällt wertvoller Stauraum und Technikraum. Auch der Wiederverkaufswert eines Hauses ohne Keller kann niedriger ausfallen.

Fabian Tews führt hierzu aus: „Einige Anbieter von Fertighäusern haben Fertigkeller mit im Programm, aber es gibt auch eigens auf den Kellerbau spezialisierte Anbieter, die dann mit den Hausherstellern kooperieren.“

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Wie lange hält ein Haus in Holzständerbauweise?

Moderne Häuser in Holzständerbauweise erfüllen strenge Qualitätsstandards und erreichen bei fachgerechter Ausführung eine Lebensdauer von 80 bis 100 Jahren – und damit ein vergleichbares Niveau wie Massivhäuser. Entscheidend dafür sind:

  • Konstruktiver Holzschutz: Ausreichende Dachüberstände, Spritzwasserschutz im Sockelbereich und eine saubere Hinterlüftung der Fassade.
  • Präzise Dampfbremse: Eine lückenlos verarbeitete Dampfbremse schützt die Holzkonstruktion vor Feuchteschäden von innen.
  • Regelmäßige Wartung: Wie bei jedem Haus sollte der bauliche Zustand regelmäßig geprüft werden – Anschlüsse, Fugen und Fassade verdienen besondere Aufmerksamkeit.

Welche Rolle spielt die QDF-Zertifizierung für die Lebensdauer?

Ein zusätzliches Qualitätsmerkmal ist die Zertifizierung durch die Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF). QDF-zertifizierte Hersteller verpflichten sich zu über 100 Qualitätskriterien, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen – von der Werksfertigung bis zur Baustellenüberwachung.

Fabian Tews, BDF
Bund Deutscher Fertigbau: Hausakte mit Wartungsanleitung

„QDF-zertifizierte Hersteller übergeben ihren Kunden außerdem nach Abschluss des Baus eine Hausakte, in der eine umfangreiche Anleitung zur Wartung und Instandhaltung des Hauses enthalten ist.“

Fabian Tews, Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau e.V. (BDF)

Auch für etwaige spätere Umbaumaßnahmen oder einen Verkauf des Hauses sind Baufamilien dank der umfangreichen Informationen und Pläne, die die Hausakte bündelt, gut vorbereitet.

Holzskelett- & Holzrahmenbau: Wie finde ich den richtigen Anbieter?

Die Angebote der meisten Fertighaushersteller, egal ob Holzskelettbau, Holzrahmenbau oder Holztafelbauweise, ähneln sich in folgenden Aspekten: Sie alle bieten hohe Planungssicherheit, eine kurze Bauzeit und hervorragende Energieeffizienz.

Unterschiedliche Profile gibt es teils hinsichtlich der angebotenen Architekturstile, Ausbaustufen und Leistungsumfänge.

So gehen Sie bei der Wahl des passenden Baupartners am besten vor:

Schritt 1: Anforderungen definieren Legen Sie Ihre Rahmenbedingungen fest – Grundstücksgröße, gewünschte Wohnfläche, Budget und bevorzugte Ausbaustufe (Ausbauhaus oder schlüsselfertig).

Schritt 2: Anbieter vergleichen Nutzen Sie Hausbauportale und deren Anbietersuche, um Anbieter systematisch zu vergleichen. Achten Sie auf die angebotene Bauweise, den Wandaufbau und die im Preis enthaltenen Leistungen. Siegel wie etwa das RAL Gütezeichen Holzhausbau oder eine Zertifizierung durch die Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF) bieten Orientierung.

Schritt 3: Musterhäuser besichtigen Besuchen Sie Musterhäuser, Musterhausparks und Werksausstellungen. Dort können Sie Raumklima, Verarbeitungsqualität und Materialien aus erster Hand beurteilen.

Schritt 4: Angebote einholen und prüfen Holen Sie mindestens drei vergleichbare Angebote ein. Achten Sie auf eine detaillierte Bau- und Leistungsbeschreibung. Fragen Sie gezielt nach:

  • dem U-Wert der Außenwand
  • der genauen Wandkonstruktion
  • den enthaltenen Leistungen ab Oberkante Bodenplatte
  • der Gewährleistungsdauer

Schritt 5: Referenzen einholen Fragen Sie nach Referenzbauten und sprechen Sie nach Möglichkeit mit Baufamilien, die bereits mit dem Anbieter gebaut haben.

Fabian Tews, BDF
Musterhäuser für Holzbauweisen

„Alle größeren Firmen verfügen über Musterhäuser am Firmenstandort oder in herstellerübergreifenden Hausausstellungen, in denen man sich vor Ort einen Eindruck von den angebotenen Häusern machen kann. Hier sollte man unbedingt frühzeitig auf Tuchfühlung gehen mit den Anbietern der Häuser, die einen am meisten ansprechen.“

Fabian Tews, Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau e.V. (BDF)

„Schlussendlich ist es im Holzfertigbau wie bei jedem Kaufabschluss“, resümiert Fabian Tews, „Man muss das Gefühl haben, dass man mit den eigenen Wünschen ernstgenommen wird.“

Holzskelett- & Holzrahmenbau: Anbieter

Für welche Haustypen eignet sich die Holzständerbauweise?

Die Holzständerbauweise ist äußerst vielseitig. Nahezu alle gängigen Haustypen lassen sich damit realisieren:

  • Einfamilienhaus (Satteldach, Flachdach, Pultdach)
  • Bungalow
  • Stadtvilla
  • Doppelhaus und Doppelhaushälfte
  • Mehrfamilienhaus (mehrgeschossig im Holztafelbau)
  • Modulhaus und Tiny House
  • Anbau an ein bestehendes Gebäude

Gerade für einen Anbau in Holzständerbauweise an ein Bestandsgebäude ist die Bauweise durch ihr geringes Gewicht und die schnelle Montage besonders gut geeignet.

Fertighaus-Stadtvilla in Holztafelbauweise: Musterhaus von Hanse Haus
Fertighaus-Stadtvilla in Holztafelbauweise: Musterhaus von Hanse Haus

Fazit: Ist die Holzständerbauweise die richtige Wahl?

Die Holzständerbauweise ist heute der Standard im Fertighausbau – und das aus guten Gründen. Prüfen Sie anhand dieser Checkliste, ob die Bauweise zu Ihrem Vorhaben passt:

  • Sie wünschen sich eine kurze Bauzeit mit hoher Planungssicherheit.
  • Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind Ihnen wichtig.
  • Sie möchten bei der Fassadengestaltung flexibel sein.
  • Sie planen Eigenleistungen, um Kosten zu senken.
  • Sie legen Wert auf ein gesundes, angenehmes Raumklima.
  • Sie bauen ein Einfamilienhaus, einen Bungalow, eine Stadtvilla oder ein Doppelhaus.
  • Der Anbieter bietet spezielle Konstruktionslösungen für erhöhten Schallschutz (z. B. bei Mehrfamilienhäusern).
  • Der Feuchtigkeitsschutz wird präzise ausgeführt – achten Sie auf erfahrene Haushersteller.

Wer ein modernes, energieeffizientes Haus in kurzer Bauzeit realisieren möchte, findet in der Holzständerbauweise eine bewährte und zukunftssichere Lösung.

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