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Badsanierung - Neuer Schwung fürs Bad

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Altmodische Fliesen, abgewetzte Armaturen und gesprungene Sanitärkeramik: Irgendwann hat jedes Bad seine besten Zeiten hinter sich und die Eigentümer wünschen sich eine Badsanierung. Doch wer sein abgelebtes Badezimmer sanieren möchte, steht vor einer aufwändigen und kostspieligen Aufgabe. Geschickte Heimwerker können aber bei einigen Aufgaben Geld sparen.

Früher oder später müssen Eigenheimbesitzer ihr Bad sanieren: In die Jahre gekommene Sanitärinstallationen zeigen Mängel und müssen ausgetauscht werden. Oder die Einrichtung passt nicht mehr zu den neuen Lebensansprüchen – zum Beispiel wenn sich Familienzuwachs ankündigt. Ein anderer Grund kann sein, endlich das lange gewünschte Traumbad zu verwirklichen.

Wer sich eine Badsanierung nicht in Eigenregie zutraut, kann Fachleute beauftragen. Je nachdem was gemacht werden soll, brauchen Eigenheimbesitzer die Hilfe von Fliesenlegern, Elektrikern, Sanitärinstallateuren, Heizungsbauern oder Trockenbauern. Es gibt aber auch Sanitärfachmänner, die sich eigenständig um die Organisation der Handwerker kümmern.

Für diejenigen, die die Kosten geringhalten möchten, bietet es sich dagegen an, selbst anzupacken, um ihr Traumbad zu gestalten. Eine Sanierung in Eigenregie erfordert zwar einiges an handwerklichem Geschick und Ahnung, kann aber viel Geld sparen. Von der Entkernung bis zur Montage der Sanitärkeramik – viele Aufgaben können Heimwerker selbst erledigen:

Ein Komplettsanierung des Badezimmers ist aufwendig und kann ins Geld gehen. Wenn danach aber eine schicke Badewanne unter die Schräge passt, kann sich das schon lohnen. Foto: halfpoint / iStock

Video: Aus einem Standardbad wird ein Luxusbad

Badsanierung: Entkernung des Badezimmers und Rohbauarbeiten

Ist die Planung abgeschlossen, kann die Sanierung im heimischen Bad beginnen. Dafür muss zunächst die alte Sanitärkeramik ausgerissen und die Fliesen abgeklopft werden. Wer Geld sparen möchte, kann die Entkernung selbst übernehmen. Geübte Heimwerker können im Anschluss außerdem noch viele Rohbauarbeiten in Eigenregie durchführen. Dazu gehören beispielsweise das Abschleifen von Fliesen-Kleberesten, das Verschließen von Löchern im Altestrich, die Verkleidung von Wänden und der Decke oder gar das Verlegen von neuem Estrich. Im nächsten Arbeitsschritt können Heimwerker ebenso Abwasserrohre verlegen sowie die Vorwandinstallation für die Toilette anbringen.

Elektroinstallation: Beleuchtung und Stromversorgung im Bad

Geht es allerdings an die Installation der Elektrik, müssen sich Heimwerker an den Fachmann wenden. Denn die gesamte Elektrik muss im Badezimmer nach besonderen Vorschriften erfolgen – so müssen beispielsweise bestimmte Sicherheitsabstände zu Wasserquellen eingehalten werden. Der Fachmann kümmert sich außerdem um ausreichend Steckdosen für Fön, Rasieren und elektrische Zahnbürsten sowie eine optimale Beleuchtung des Bades.

Wasserinstallation und Überprüfen vorhandener Wasserleitungen

Wer sein Badezimmer saniert, sollte im selben Zug unbedingt die vorhandenen Wasserleitungen überprüfen lassen. Denn nichts ist ärgerlicher als ein Rohrbruch, bei dem die Wand des frisch sanierten Bades erneut aufgerissen werden muss. Alte Rohre, aber auch solche wie Bleirohre, die mittlerweile als gesundheitlich bedenklich gelten, sollte der Fachmann daher direkt austauschen. Wer Glück hat kann vorhandene Leitungen und Anschlüsse weiterverwenden – und sich viel Geld sparen.

Die richtige Heizung installieren: platzsparend und leistungsstark

Handtuchwärmer, Fußbodenheizung oder der klassische Heizkörper. Die Bandbreite für Heizungen im Bad ist groß – sowohl bei den Designs als auch bei den Ausführungen. Aufgrund von Platzmangel müssen Badheizungen häufig gleichzeitig platzsparend und leistungsstark sein – und dabei noch möglichst elegant aussehen. Wer sich für eine Fußbodenheizung entscheidet, greift am besten auf die Hilfe eines Fachmannes zurück. Sollten alte Heizkörper nur gegen neue getauscht werden, können Heimwerker mit etwas Geschick selbst anpacken.

Gestaltung von Boden und Wänden

Fliesen am Boden sind noch immer der Klassiker im Badezimmer. Denn ein Fliesenboden ist robust gegen Feuchtigkeit, ist leicht zu reinigen und hält der starken Beanspruchung im Badezimmer stand. Weiße Fliesen mit grauen Fugen in Schlachthausoptik gehören jedoch längst der Vergangenheit an: Mittlerweile gibt es Fliesen in verschiedenen Größen, Ausführungen und Farben mit innovativen Beschichtungen, die beispielsweise besonders rutschhemmend sind. Ein gefliester Badezimmerboden ist natürlich kein Muss. Wer es etwas außergewöhnlicher möchte, kann auch zwischen alternativen Materialien wie Naturstein, Marmor, Beton, Flusskiesel oder gar Holz wählen.

Bei der Verlegung des Bodens können Heimwerker je nach Geschick gut und gerne mit anpacken. Fliesenlegen beispielsweise gilt zwar als Königsdisziplin unter Heimwerkern, wer es sich aber selbst zutraut kann viel Geld sparen.

Nicht nur am Boden, auch an der Wand gilt die Fliese als Klassiker. Doch längst gibt es andere Materialien, die der Feuchtigkeit und Wärme im Badezimmer standhalten und dem Badezimmer einen modernen Look verschaffen. Wer es bunt mag, kann die Wände mit speziellen Badfarben streichen, die das Wasser abperlen lassen - mit einer Akzentwand aus Holz oder Naturstein gelingt ein besonderes optisches Highlight. Auf diese Weise lassen sich auch fugenlose Badezimmer verwirklichen.

Installation und Montage der Sanitäreinrichtung

Dass Funktionalität nicht immer zulasten der Optik gehen muss, zeigen die neuen Trends im Badezimmer. Ob eckig oder rund geformt, klassisch in weiß – oder vielleicht gar aus Holz? Bei der Wahl der Sanitäreinrichtung für die Badsanierung sind kaum Grenzen gesetzt – außer vielleicht beim Preis. Sparen kann, wer die günstige Baumarktkeramik wählt oder aber Kompromisse eingeht. Denn vielleicht genügt statt der Regenwalddusche auch eine klassische Kabine mit Wellnessbrause.

Bei der Montage können geübte Heimwerker vieles selbst übernehmen und so die Kosten deutlich reduzieren. Bei der Installation selbst ist es am günstigsten, wenn Sanierer einfach die vorhandenen Anschlüsse und Leitungsführungen beibehalten, um die Sanitärkeramik anzuschließen.

Das kostet eine Badsanierung

Was eine Badsanierung insgesamt kostet, kann man pauschal kaum festlegen. Die Höhe ist vor allem abhängig von der Eigenleistung, dem gewünschten Ausstattungsniveau, der Qualität der verwendeten Materialien und den beanspruchten Handwerkerleistungen. Grundsätzlich sollten Eigentümer jedoch auf ein Mindestmaß an Qualität achten – um nicht in wenigen Jahren erneut sanieren zu müssen. Inklusive Handwerkerarbeiten, Material und Sanitäreinrichtung sollten Eigentümer grundsätzlich aber mit Kosten von etwa 2.000 Euro pro Quadratmeter rechnen. Wer diese Kosten nicht stemmen kann oder möchte, kann häufig bereits durch kleinere Renovierungsarbeiten das Bad in neuem Glanz erstrahlen lassen.

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